Hier das aktuelle Projekt - eine Kooperation mit Tony Messina.
Ein Fledermausempfänger ("bat detector" oder besser
"bat scanner"), bei dem ein Mikroprozessor nicht nur die Frequenzanzeige,
sondern die Steuerung des Gerätes übernimmt und somit ganz neue Features
ermöglicht. Tony benutzt etwas andere externe Bauteile und hat eine eigene
Bauanleitung erstellt.
Beim Empfangsteil handelt es sich wieder um einen NE612-basierten
Mischerempfänger. Die Mischfrequenz wird nun jedoch durch einen Prozessor
erzeugt, d.h. es entfällt die Eichung und jedes Gerät arbeitet exakt im
gewünschten Frequenzbereich (durch Toleranzen der Bauteile schwanken
bei rein analogen Empfängern die Eckfrequenzen von Gerät zu Gerät). Der
Prototyp ist für den Bereich 10-80 kHz programmiert (2 kHz Schritte).
Ein zweistelliges Display zeigt die Frequenz an. Der Prozessor kann
das Display bei Empfang von Ortungsrufen blinken lassen, ebenso ist es
möglich, das Display nach 10s abzuschalten, um die Batterie zu schonen.
Statt eines
Frequenzreglers gibt es nun drei Tasten, "up" und "down" zur Auswahl
der Frequenz und eine Taste zur Konfiguration des Empfängers.
Das Konfigurationsmenü:
- scan: abort,pause, continous - bei Empfang eines Signals stehenbleiben, kurz pausieren oder weiterscannen
- calls: off/on - Display bei Empfang von Ultraschall blinken lassen
- powersave: off/on - Display nach 10s abschalten
- lower: 10-70 kHz - untere Scanfrequenz eingeben (+/- 10 kHz)
- upper: 20-80 kHz - obere Scanfrequenz eingeben (+/- 10 kHz)
aufgebaute Platine
Bei genügend Interesse kann es eine weitere Software für Horchkisten geben.
Diese Software könnte Zeitmarken ausgeben (z.B. alle 15 oder 30 Minuten),
im gewünschten Bereich scannen und bei Empfang von Ultraschall auf der aktuellen
Frequenz pausieren und dann per Piepton (z.B. Morsezeichen) die Frequenz
ausgeben, um mehr Informationen für die Auswertung zu liefern.
Der Bausatz mit allen benötigten Teilen...
... und noch einmal einige Stunden später
Die Software ist fertig, es gibt eine Kleinserie Platinen und die ersten Geräte sind im Einsatz.
Workshops sind noch nicht fest geplant, ein kompletter Bausatz mit Gehäuse liegt bei ca. 60 Euro.
kurzes Video von der Erprobung (und hier die eigentlichen stars)
die beiden Autoren während der Arbeit an einem ganz anderen Projekt