Kommerzielle Empfänger besitzen meist eine digitale Frequenzanzeige (LCD- oder LED-Display). Angezeigt wird nicht etwa die Frequenz des empfangenen Fledermausrufes, wie manche zunächst denken, sondern die intern eingestellte Frequenz des Empfängers (Mittenfrequenz). Einige Displays zeigen bis auf 0.1 kHz genau an, was aber ziemlich sinnlos ist, da Fledermäuse bis auf wenige Ausnahmen über einen weiten Frequenzbereich rufen und daher nicht genau auf einer Frequenz zu hören und dadurch schon gar nicht erst zu bestimmen sind. Ein Mischerempfänger macht außerdem nicht genau eine Frequenz, sondern immer einen Frequenzbereich hörbar (oft um die 9 kHz Breite).
Dennoch ist es ganz nützlich zu wissen, auf welche Mittenfrequenz der Empfänger eingestellt ist. Zusammen mit den obigen Hinweisen wird aber klar, daß Markierungen im Abstand von 10 kHz für die meisten Fälle schon hinreichend genau sind. Es ist also eigentlich kein aufwendiges Display erforderlich (LCD-Displays mit Controller und Hintergrundbeleuchtung sind teuer, LED-Displays benötigen viele Ansteuerleitungen und Displays benötigen außerdem ein teures Gehäuse mit eingebautem Displayfenster). Also erzeugt die zum NE612-Empfänger entworfene Zusatzplatine diese Markierungen einfach akustisch durch kurze Pieptöne und kommt dadurch mit einem besonders kleinen Prozessor und vier Kabelverbindungen zum Empfänger aus. Bei 20,30,40,50,60,70 und 80 kHz wird in das Lautsprechersignal einfach ein kurzer Piepton hineingemischt. Schon nach kurzer Zeit hat man sich an diese Art "Skala" gewöhnt und stellt die gewünschte Frequenz schnell ein (Beispiel: für 30 kHz dreht man den Frequenzregler zunächst ganz nach links und dann langsam nach rechts bis zum zweiten Piepton, d.h. der Zähler piept zunächst bei 20 kHz und dann bei den gewünschten 30 kHz).

Dies ist eigentlich der Prototyp des Zeitmarkengebers, aber der Frequenzzähler sieht bis auf zwei zusätzliche Widerstände genauso aus. Platinen sind gerade in Bestellung, d.h. bald kann das das NE612-Modul mit dem Frequenzzähler ausgerüstet werden (am TCA440-Empfänger läuft es derzeit nicht).
Optional kann die Platine auch mit einem kleinen Taster versehen werden, so daß der Prozessor auf Tastendruck die aktuell gemessene Frequenz ausgibt. Die Ausgabe erfolgt zweistellig - also in nn kHz - in Morsezeichen. Einzelne Pieptöne wären schon bald sehr schwer zu zählen und die Morsezeichen für Ziffern sind besonders leicht aufgebaut und zu erlernen. 34 kHz werden also als "...-- ....-" ausgegeben.
Ein längerer Tastendruck schaltet den Prozessor stumm - das ist immer dann sinnvoll, wenn man suchenderweise über die Skala hin- und herdreht und die Frequenzmarken dann nur stören würden. Ein weiterer längerer Tastendruck schaltet die Frequenzmarken wieder an.